Indonesien
Indonesien ist der größte Archipel der Welt. Wer alle Inseln kennen lernen will und sich für jede einen Tag Zeit nimmt, ist nach 48 Jahren durch! Es liegt nahe, dass so ein riesiges Inselreich auch ein Paradies für Taucher ist.

TAUCHEN IM KORALLENDREIECK

Das sagenumwobene Korallendreieck erstreckt sich von den pazifischen Salomonen im Osten bis nach Bali im Westen und von den Kleinen Sundainseln bis zu den Philippinen. Nirgendwo auf der Welt, so sagt man, sei der Artenreichtum größer als in diesem Gebiet. Es gibt Meeresbiologen, die behaupten, dass Taucher an einer beliebigen Insel jeden Tag eine neue Art entdecken könnten. In Sachen Biodiversität gleicht das Korallendreieck etwa dem Amazonas.

FAST ÜBERALL TOP-SPOTS

Es ist schwer, ein überragendes Ziel in den Gewässern Indonesiens zu benennen, denn sie sind fast alle großartig. Die einen schwören auf Raja Ampat und seine phänomenale Makrowelt, die nächsten bevorzugen Bunaken mit seinen dramatischen Steilwänden und den Großfischen. Die Küste vor Borneo ist für seine riesigen Schildkröten bekannt. In Bali locken Mondfische und Haie und vor Flores Mantas und riesige Fischschwärme.

VISUM UND WÄHRUNG

Für eine Einreise nach Indonesien genügt der Reisepass der noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Ein Visum ist nicht erforderlich, aber der Aufenthalt ist auf 30 Tage begrenzt. Wer länger bleiben will, muss das Visum bei der Einreise beantragen. Die Indonesische Währung heißt Rupiah, die kleinere Einheit heißt Sen, mit der aber ein Europäer so gut wie nie in Berührung kommen wird, denn für einen Euro gibt es schon eine fünfstellige Summe an Rupiahs (Link Währungsrechner oder Widget). Abgekürzt wird die Rupiah mit IDR.

MOBIL SEIN

Indonesien ist einer der am rasantest wachsenden und größten Märkte für das mobile Telefonieren. Es gibt in Indonesien inzwischen Smartphons als Einwohner. Entsprechend groß ist auch das Angebot der Mobilfunkprovider. Die Preise sind vergleichsweise günstig, SIM-Karten problemlos zu erhalten. Ganz dringend sei davon abgeraten, mit dem eigenen Mobilphone aus Indonesien nach Deutschland zu telefonieren. Auch sollte man es vermeiden, das heimische Telefon mit der Karte aus Deutschland eingeschaltet zu lassen. Auch das kann durch die Roaminggebühren sehr teuer werden. Der beste Rat: Telefon vor Abflug ausschalten, in Indonesien die Karte wechseln und dann erst wieder einschalten. 

GESUNDHEIT

Die medizinische Infrastruktur in Indonesien ist mit der in Deutschland nicht zu vergleichen. Andererseits drohen spezielle Risiken, die es nur in den Tropen oder wärmeren Breitengraden gibt, wie Dengue-Fieber oder Malaria. Vor einer Reise nach Indonesien ist ein Besuch beim Hausarzt sicher kein Fehler. Der sollte allerdings mindestens sechs Wochen vor Urlaubsbeginn liegen, damit gegebenfalls notwendige Impfungen noch greifen können.

WETTER

Dem Ideal des ewigen Sommers kommt Indonesien schon recht nahe. Der größere Teil des Landes liegt in etwa auf Äquatorhöhe. Jahreszeiten gibt es keine, dafür eine Regenzeit, die aber von Region zu Region unterschiedlich ist. Selbst lokal fällt die Regenzeit sehr unterschiedlich aus, etwa auf der Ostseite des Gunung Agung auf Bali fällt grundsätzlich sehr wenig Regen, an der Westseite dagegen viel.
Die Temperaturen liegen tagsüber um die 30 Grad und fallen nachts selten unter 24 Grad. Wer sich jetzt allerdings nur auf T-Shirts und Shorts verlässt, der verbaut sich einiges. Wer etwa den Besakih-Tempel in Bali oder die bunten Kraterseen von Kilimuthu auf Flores besichtigen will, sollte sich schon warm anziehen, denn in den Bergen wird’s auch in Indonesien kalt.

ÜBERRASCHENDES UND WISSENWERTES

- Bali wird zwar die Insel der 1000 Tempel genannt. Das ist eine maßlose Untertreibung. Auf Bali gibt es mehr als 20.000 Tempel. - Ein Schwarzweißer, gelber oder weißer Sarong, der um einen Baum oder eine Statue gebunden ist, bedeutet, dass in diesem Baum oder in der Statue ein Gott sitzt oder einer Gottheit geweiht ist. - Die Komodowarane auf den Inseln Komodo und Rinca gelten als die größten Echsen der Welt. Eigentlich sind sie friedlich. Trotzdem gilt der Ratschlag, für Touristen: Nie die Gruppe verlassen und sich nie alleine einem großen Waran nähern. Er ist stärker als ein Mensch – und vor allem schneller.